Ich heiße Stephanie Breuer, bin 22 Jahre alt, komme aus Saarbrücken und habe einen angeborenen Herzklappenfehler. Die Diagnose nennt sich „Pulmonalatresie mit Ventrikel- Septum- Defekt“. Insgesamt habe ich 6 Herz- Operationen hinter mir und 1 Wirbelsäulen – Op. Zu dem komme ich aber später. Meine Kindheit konnte ich nur Teilweise genießen, da ich sehr viel im Krankenhaus lag. In den Kindergarten ging ich trotz der Krankheit relativ gerne. Im Kindergarten hatte ich sehr viele Freunde, mit denen ich auch nach dem Kindergarten immer gerne gespielt habe. Die anderen Kinder haben mich trotz meiner Krankheit sehr gut akzeptiert und wie einen normalen Menschen behandelt. In der Grundschule hatte ich auch noch viele Freunde, aber das Lernen fiehl mir etwas schwer, da ich leider zu oft gefehlt habe.Als ich dann in meine 1te weiterführende Schule kam, fingen die Probleme an. Die anderen Mitschüler grenzten sich von mir ab, hänselten mich auf´s übelste und ich wurde von den schulischen Leistungen her immer schwächer. Mit 13 fand man dann bei der Jugendschutzuntersuchung heraus, dass ich Skoliose habe. Als ich dies der Klasse erzählte, lachte diese nru und grenzte sich immer weiter ab, außer eine fragte: „Was ist Skoliose? Ist das ansteckend?“. Ich erklärte ihr darauf hin: „ Skoliose ist eine Verbiegung der Wirbelsäule, die verhindert das man wächst. Nein es ist nicht ansteckend“ . Ich bekam ein Korsett, dass ich auch in der Schule tragen musste. 2003 zogen wir von Saarbrücken nach Dudweiler um. So musste ich ich auch die Schule wechseln und die Leute, mit denen ich befreundet war verlassen.Mit 14 hatte ich Konfirmation. Durch den vielen Stress und die Medikamente fiehlen mir die Haare aus und ich musste einen Hut tragen. Als ich dann in die andere Schule und Klasse kam und einen Hut aufhatte, fühlte ich mich sehr unwohl. Der Leherer sagte: „ Stephanie nimmst Du bitte den Hut ab?!“ . Ich sagte darauf hin: „ Tut mir leid, aber das ist aus ärztlicher Sicht nicht möglich“. Schon kam der Erste blöde Kommentar eines meiner neuen Mitschüler: „ Ach Du Scheiße, jetzt haben wir auch noch eine Krebskranke in der Klasse“. Als ich diesen Satz hörte, rannte ich heulend aus der Klasse. Der Lehrer sagte böse: „ Du gehst Dich jetzt sofort bei Ihr entschuldigen. Du weißt doch gar nicht ob Sie Krebs hat!“ . Und so vergingen 2 Jahre in dieser Schule.In den Pausen stand ich meistens alleine da. In meiner Klasse gab es sogar ein Mädchen,dass mir immer in den Rücken ans Korsett trat, so dass ich beinah vom Stuhl fiehl, doch kein Lehrer sagte,das Sie aufhören solle. Aber irgendwann wurde es mir zu blöd und ich fing mich an zu wehren. In dieser Schule habe ich dann meinen qualifizierten Hauptschulabschluss gemacht. Mit 15 mache ich dann ein Berufsgrundbildungsjahr in Saarbrücken. In dem Jahr absolvierte ich in den Wirtschaftsschulen Saarbrücken ein Praktikum zu Bürokauffrau. Auch in dieser Schule wurde ich von einer Mitschülerin aufs heftigste gemobbt. Doch irgendwann platzte mir der Kragen und ich sagte Ihr vor der versammelten Klasse und der Lehrerin die Meinung.So dass Sie nie wieder ein dummes Kommentar los lies. Nach dem verbesserten Hauptschulabschluss ging ich dann erstmal wieder ins Krankenhaus (Universitätsklinikum Homburg) um einen Herz- Op machen zu lassen. 2007 fuhr ich dann nach Villingen- Schwenningen in die Nachsorgeklinik Tannheim, um mich von dem Op zu erholen. Dies gelang mir relativ gut. Ich hatte seit dem Op 2006 3 Jahre Ruhe vor dem Krankenhaus. Von 2007 bis Anfang 2009 ging ich dann in die Handelsschule um den Realschulabschluss nachzuholen. Doch ich musste Anfang 2009 die Schule aus gesundheitlichen Gründen verlassen, da ich damals einen sehr gewaltbereiten Freund hatte. Im Mai 2009 hatte ich dann den 6ten und vorallem schwersten Herz- Op, bei dem ich dank meines Exfreundes beinah starb. Doch ich hatte einen Schutzengel, der mich sofort in den Herzkatheter brachte und mir damit das Leben rettete. Dieser Schutzengel heißt Prof. Dr. Abdul- Khaliq. Ohne seinen schnellen Einsatz könnte ich heute meine Lebensgeschichte nicht mehr schreiben.Das Liebesleben war bei mir wie bei ganz normalen Teenagern. Es gab Beziehungen die länger hielten und andere die nicht lange hielten. Im November 2009 fuhr ich wieder in Nachsorgeklinik Tannheim (die ich sehr gerne weiterempfehle), um mich von diesem „krassen“ Op zu erholen und es gelang mir mit einigen Hindernissen. In der Kur blieb ich bis Dezember 2009. Als ich von der Kur nach Hause kam, erfuhr ich dann, dass meine Oma 2 Tage nach meiner Abreise gestorben ist.Im Jahre 2010 absolvierte ich dann viele Praktikas in verschiedenen Firmen. Im September 2010 fing ich meine Ausbildung zur Bürokauffrau im BBW (CJD) Homburg / Saar auf dem Schwarzenacker an. Doch diese musste ich auf Grund psychischer Probleme abbrechen. Seit Mitte Mai 2011 bin ich jetzt im ATZ auf dem Sonnenberg und absolviere dort eine Arbeitstrainingstherapiemaßnahme. Diese macht mir sehr viel Spaß. Ich verstehe mich sehr gut mit den Leuten und mit einigen habe ich sogar persönlichen Kontankt.Aber ich weiß egal, was auch immer kommen mag, ich bin froh leben zu dürfen.

 

 

 

 


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